Aufgewachsen ist Jan Fedder als Sohn eines Kneipenbesitzers und einer Tänzerin in Hamburg-St. Pauli. Seine Eltern schlossen die Kneipe regelmäßig um 18 Uhr, damit die Söhne Jan und Oliver möglichst wenig mit betrunkenen Seeleuten und Prostituierten zusammenkämen. Dennoch kam Jan Fedder bereits als Jugendlicher in Kontakt mit der Hamburger Polizei. Er absolvierte eine Ausbildung zum Speditionskaufmann, übte diesen Beruf aber nie aus.
Mit sieben Jahren sang er als Sopran im Chor des Hamburger Michel. Vor seiner Schauspielausbildung, die er mit zehn Jahren begann, nahm er einige Jahre Ballettunterricht, merkte dann aber, dass die Leute von der Schauspielschule nebenan viel mehr Spaß hatten und wechselte daraufhin ins Schauspielfach. Mit 13 Jahren stand er das erste Mal auf der Bühne und vor der Kamera (für den Film „Reise Dienst Schwalbe“). 19 Jahre lang stand er im Kinder- und Jugendtheater „Klecks“ auf der Bühne und wirkte im Ernst-Deutsch-Theater in Stücken von Shakespeare und Goethe mit.
In seiner Freizeit lebt Fedder auf einem Bauernhof im Kreis Steinburg, den er seit 1997 wieder restauriert hat.
Jan Fedder ist seit 2000 mit Ehefrau Marion verheiratet, die sechs Jahre jünger ist als er.
Karriere
Nach kleineren Fernsehauftritten 1979 und 1980 war seine erste größere Rolle die des „Pilgrim“ in dem Film „Das Boot“. In den darauffolgenden Jahren spielte er in vielen hauptsächlich norddeutschen Fernsehproduktionen mit, bis er 1990 schließlich beim „Großstadtrevier“ die Rolle des Polizisten „Dirk Matthies“ übernahm. Außerdem spielt er eine der beiden Hauptrollen, die des Kurt Brakelmann in der norddeutschen Serie „Neues aus Büttenwarder“ neben seinem Schauspielkollegen Peter-Heinrich Brix als Arthur Tönnsen.
Auf Grund seiner Rolle als „Dirk Matthies“ in der Serie „Großstadtrevier“ wird er als populärster PolizistNorddeutschlands angesehen. Aufgrund einer Beinverletzung war es ihm in der jüngsten Vergangenheit nicht mehr möglich, alle die an die Serienfigur gestellten Anforderungen zu erfüllen. Daher wechselte er in der 21. Staffel in den Innendienst, indem er zum Revierleiter aufstieg.
Nebenher ist Fedder seit den 1970er Jahren hin und wieder auch als Synchronsprecher zu tätig, (so u.a. in Brust oder Keule und als Herbert in den Werner-Filmen).
Als Ausgleich zu seiner Arbeit als Schauspieler betätigt sich Jan Fedder als Leadsänger der Band „Big Balls“, mit der er 1998 die CD Aus Bock und 2004 die CD Fedder geht’s nicht veröffentlichte.
Bei Werner „Volles Rööööaaa“ und „Gekotzt wird später“ gab er dem Rocker Herbert seine Stimme. Bei Werner – Beinhart! hat er diversen Figuren seine Stimme geliehen.